Buchausschnitt: Energie

Aus dem Buch „GANZ LEBENDIG SEIN“

Kapitel „Damit wir uns verstehen – Begriffsklärungen“

Abschnitt „Energie“

Energie verbraucht sich nicht und hört nicht auf zu existieren. Sie ist ewig am Pulsieren und deswegen geht die Entwicklung immer weiter. Energie im kosmischen Umfeld bezeichnen wir gern als kosmisches Urmeer und später beim Menschen nennen wir sie Lebensenergie. Aber tatsächlich ist es die gleiche Energie, und deshalb könnten wir sie auch Gott nennen oder Liebe oder Brahman oder Tao oder das Quantenvakuum, das ist egal, das sind nur Begriffe. Wichtig ist: aus dieser Energie besteht unser Kosmos. Das ist unser Kosmos. Und alles, was wir hier vorfinden, ist diese Energie, nur in unterschiedlichen Erscheinungsformen: als Materie in Steinen, Wasser oder Luft ebenso wie als Bewusstsein im denkenden Menschen.

Diese Energie ist immer da, sie durchdringt alles. Das ist unsere Existenz. In ihr beschreiben wir uns und in ihr orientieren wir uns. Da wir die Energie aber nicht direkt sehen, hören, riechen oder schmecken können, uns daher auch nicht als getrennt von ihr wahrnehmen können, fällt es uns schwer, sie zu verstehen und zu erklären – so wie ein Fisch das Wasser nicht erklären könnte, in dem er schwimmt, weil es ihn ausmacht und umgibt.
Wir können die Energie jedoch fühlen – wenn wir ihr bewusst Beachtung schenken und unsere Aufmerksamkeit weg vom Denken hin zum Fühlen lenken. Kann die Energie frei durch unseren Körper fließen, spüren wir sie als Kribbeln und Strömen. Haben wir aber Blockaden, wo sich die Energie staut, dann äußert sich das als Schmerz.

„Lebensenergie ist die Energie, die den Unterschied macht zwischen Leben und Tod. Ist sie da und fließt, nennen wir das lebendig, ist sie gehemmt, dann nennen wir das phlegmatisch, ist sie weg, dann nennen wir das tot.“
Jens Fleischhut in „Das geheime Leben des Unbewussten“

Zustandsformen der Energie

Den Anfang macht die Urenergie mit ihren drei energetischen Grundfunktionen Pulsation (Kontraktion und Expansion), Bewegung (Umverteilung, Strömen, Fließen) und Akkumulation (Ladung und Entladung, Attraktion/Gravitation). Diese Energie ist immer da und immer aktiv. Wir nennen sie Energie 0. Ordnung.

Den ersten Entwicklungssprung der Energie hin zu einer qualitativ neuen Form sehen wir als die Entstehung von Materie. Das ist jedoch nur ein Teil der Wahrheit. Gleichzeitig mit der Materie entstanden auch schon Felder bzw. Schwingungsmuster (=informationelle Strukturen oder kurz: Information). Beides gehört zusammen, ist untrennbar eins. Je nachdem, auf welche Weise wir eine Erscheinung betrachten, erscheint sie uns als Materie oder Information, Teilchen oder Welle.

Die Entstehung von Materie und Information ist das Ergebnis einer fortwährend stattfindenden Pulsation, also vieler Kontraktions- und Expansionsvorgänge. In einem ersten Entwicklungsabschnitt sehen wir Kontraktion als die Verdichtung von Urenergie hin zu festen, starren Strukturen (Materie) und Expansion als die Ausdehnung von Urenergie hin zur Ausbildung informationeller Strukturen. In diesem Entwicklungsschritt entstanden also aus einer einzigen Erscheinungsform von Energie zwei neue Erscheinungsformen der Energie: Materie und Information.

(Grafik folgt)

Von hier an gibt es drei Entwicklungsstränge, die sich weiterentwickeln: Materie, Information und Energie.

Hinweis: Wir werden im Folgenden für die Begriffe Materie, Information und Energie auch die Bezeichnungen Gesamtes Materielles Universum (GMU), Gesamtes Informationelles Universum (GIU) und Gesamtes Energetisches Universum (GEU) verwenden. Damit soll ausgedrückt werden, dass sich unser Verständnis der Begriffe Materie, Energie und Information nicht mit dem allgemeinen wissenschaftlichen Verständnis dieser Begriffe deckt. Unter Materie wollen wir hier die Gesamtheit der materiellen Erscheinungen im Universum verstehen, unter Information die Gesamtheit der informationellen Erscheinungen und unter Energie die Gesamtheit der energetischen Erscheinungen.

In allen nachfolgenden Entwicklungsschritten unterliegen sowohl das Gesamte Materielle Universum (GMU) als auch das Gesamte Informationelle Universum (GIU) der fortwährenden Pulsation mit sich ständig abwechselnden Kontraktions- und Expansionsvorgängen. Das heißt, während am Anfang des Prozesses die Kontraktion von Urenergie zur Bildung von Materie und die Expansion von Urenergie zur Entstehung von Information führte, vollziehen seitdem sowohl Materie (GMU) als auch Information (GIU) ständige Kontraktions- und Expansionsbewegungen, die immer wieder neue Formen von Materie und Information hervorbringen.

GMU, GEU und GIU entwickeln sich nicht unabhängig voneinander, sondern durch wechselseitige Beeinflussung. Da alle drei Erscheinungsformen den energetischen Grundfunktionen Pulsation, Bewegung und Akkumulation unterliegen, entstehen aus der wechselseitigen Beeinflussung ganz neue Energieformen. In jedem Entwicklungsschritt potenziert sich die Anzahl der realisierbaren Möglichkeiten. Die heute vorhandene Vielfalt der Erscheinungen ordnen wir vier Kategorien zu. Diese sind in der Grafik als Energie 0. bis 3. Ordnung bezeichnet. Die Entwicklung wird weitergehen, doch wir wissen heute noch nicht, welche Eigenschaften höherentwickelte Energiezustände haben werden.

Auf der Entwicklungsstufe der unbelebten, anorganischen Materie mit ihren zugehörigen Feldern sprechen wir von Energie 1. Ordnung.
Auf der nächsthöheren Entwicklungsstufe nennen wir die belebte Materie mit ihren zugehörigen Feldern die Energie 2. Ordnung.
Die Abgrenzung als neue Ordnung bzw. Entwicklungsstufe begründen wir mit den neuen Fähigkeiten, die diese Energieform sowohl im materiellen als auch im informationellen Bereich erworben hat.
Im materiellen Bereich ist es bei der Energie 2. Ordnung die Fähigkeit zur eigenständigen Vermehrung. Lebewesen vermehren sich, indem sie selbst Energie nutzen, vorhandene Materie aufnehmen und in neue Materie umsetzen (mithilfe von Sonnenlicht, Wasser und Nahrung entsteht Zellteilung und Wachstum). Das heißt, neue Materie entstand nicht mehr nur aus der Kontraktion von Energie, sondern auch aus der Einwirkung von Energie auf vorhandene Materie.
Gleichzeitig fand eine Weiterentwicklung im informationellen Bereich statt: die ersten Zellen und Lebewesen waren in der Lage, Informationen aus ihrer Umwelt aufzunehmen und darauf zu reagieren.

Als Energie 3. Ordnung bezeichnen wir lebende Materie mit einem entwickelten Bewusstsein, das die Fähigkeit zur Selbstreflexion besitzt. Derzeit trifft das nur auf den Menschen zu. Grundsätzlich sehen wir aber, dass auch einige höherentwickelte Säugetiere bereits Vorstufen von Bewusstsein entwickelt haben und in einem gewissen Maße zur Selbsterkenntnis fähig sind. Zu irgendeinem Zeitpunkt werden auch sie ein höherentwickeltes Bewusstsein mit der Fähigkeit zur Selbstreflexion erreichen. Dann würden wir sie ebenfalls zur Energie 3. Ordnung zählen.

Wissenschaftler aus den Gebieten der Astrophysik und Quantenmechanik haben inzwischen erkannt, dass Materie und Information nur verschiedene Erscheinungsformen derselben Energie sind. Was Astronomen und Physiker, aber auch Biologen, Chemiker und andere Wissenschaftler noch nicht anerkennen wollen, ist die Sichtweise, dass weiterhin die Einwirkung von Energie auf alles Vorhandene dafür verantwortlich ist, dass sich alles weiterentwickelt und immer vielfältigere und vielgestaltigere Formen hervorbringt.
Doch schon der Sprung (blauer Pfeil) von der Energie 1. Ordnung zur Energie 2. Ordnung hätte ohne die Einwirkung der Urenergie (Energie 0. Ordnung) auf die vorhandene Materie (Energie 1. Ordnung) nicht stattfinden können. Erst durch das Zusammenwirken von Energie und Materie konnte aus anorganischer Materie organische Materie entstehen: zunächst Einzeller, später Mehrzeller und Vielzeller.
Auch der nächste für uns bedeutsame Entwicklungssprung von der Energie 2. Ordnung zur Energie 3. Ordnung war nur durch die wechselseitige Beeinflussung verschiedener Energiezustände möglich (in diesem Fall Energie 0., 1. und 2. Ordnung, in der Grafik ist dies durch den roten Pfeil dargestellt). Dabei entstand das Bewusstsein als neue, höherentwickelte Energieform.
Von Bewusstsein sprechen wir ab den Momenten, in denen die Fähigkeit zur Selbst-Reflexion bzw. ICH-Reflexion auftritt (zur Unterscheidung von ICH und SELBST siehe die Abschnitte Psyche und Geist in diesem Kapitel).
Die folgende Grafik gibt einen Überblick über die Stufen der Bewusstseinsentwicklung. Für das Gesamte Informationelle Universum (GIU) werden in anderen Kulturen andere Begriffe verwendet. Akasha-Chronik, Gott, All-Bewusstsein oder kollektives Unbewusstes sind nur einige davon.

(Grafik folgt)

Genau genommen haben alle materiellen Erscheinungen bis hin zum Einzeller ihre informationellen Entsprechungen, also ihre „SELBSTE“ im informationellen Universum. Ein ICH haben jedoch erst einige wenige der am höchsten entwickelten Lebensformen.
Die Entwicklungsschritte des informationellen Universums vom einfachen Feld zum SELBST-Bewusstsein und später zum ICH-Bewusstsein können wir als Ergebnis einer langen Kette von Entwicklungen aufgrund immer wieder stattfindender energetischer Prozesse verstehen, bei denen die Pulsation eine wesentliche Rolle spielt. Letztlich ist Bewusstsein also ein Schwingungsfeld bzw. eine informationelle Struktur, die das Ergebnis vieler energetischer Expansionen und Kontraktionen ist.

Wir können unser Bewusstsein immer wieder einengen, indem wir uns konzentrieren oder fokussieren. Beim Sehen beispielsweise können wir unseren Blick auf einen einzelnen Punkt, Bereich oder Ausschnitt eines Bildes einengen. Beim Hören können wir unsere Aufmerksamkeit auf einen Ton oder Instrument in einem Musikstück richten. Wir können die Aufmerksamkeit aber auch jederzeit wieder ausdehnen auf einen größeren Bereich. Durch diese Wechsel ist es uns möglich, zu neuen Erkenntnissen zu gelangen und neue Fähigkeiten zu entwickeln.

Der Unterschied zum einfachen Feld besteht in der Fähigkeit, den wahrgenommenen informationellen Strukturen eine Bedeutung beizumessen, also einen Standpunkt einzunehmen. Genau dazu sind die Verdichtungen vom universellen zum persönlichen SELBST und später zum ICH nötig. Aber erst auf der Entwicklungsstufe des ICH, das an unser (menschliches) Gehirn gebunden ist, mit seinen Fähigkeiten zur Abstraktion, Symbolbildung (Sprachentwicklung) und Perspektivenwechsel beginnen wir von Bewusstsein zu sprechen (siehe auch Kapitel GEIST, hier Kapitelverweis XXX einfügen).
Zusammen mit diesen Fähigkeiten entstand hier eine neue Möglichkeit der Weiterentwicklung. Wie schon beim Sprung von der unbelebten zur belebten Materie, wo eine selbstständige Vermehrung und damit die Entstehung von Materie aus Materie möglich wurde, steht nun die Möglichkeit der Entstehung neuen Bewusstseins aus Bewusstsein zur Verfügung. Selbst-Reflexion führt zu mehr Selbst-Erkenntnis und mehr Wissen. Durch Denken entstehen neue Erkenntnisse aus vorhandenen Erkenntnissen und Erfahrungen. Hier beginnt der „GEIST“, sich (s)eine eigene Welt zu erschaffen. Er erschafft neue Objekte, Regeln und Gesetze, die nur existieren und gelten können, weil und solange eine genügend große Gruppe von Lebewesen mit ICH-Bewusstsein an sie glaubt. Obwohl dieser schöpferische Geist Teil des Gesamten Informationellen Universums (GIU) ist, kreiert er damit eine virtuelle Welt innerhalb und zusätzlich zur realen Welt. Wir nennen das heute Kultur und glauben, damit eine „bessere“ Welt als unsere ursprüngliche Natur erschaffen zu haben.

Diskussion: Wie wir Energie wahrnehmen

A: Mir fällt es noch schwer, das Ganze zu verstehen. Bitte erkläre mir mal, wie es sein kann, dass sowohl alles Energie, also alles dasselbe und nur ein großes Ganzes ist, ich aber unendlich viele verschiedene Dinge auf der Erde sehen, hören, schmecken usw. kann und ich selbst auch einen Körper habe und einen Geist oder ein Bewusstsein. Das ist doch nicht ein und dasselbe! Ist das eine Illusion?

M: Ja und nein. Im Prinzip ist es alles ein und dasselbe, nur erscheint es in unendlicher Vielfalt. Diese Vielfalt entsteht erst dadurch, dass wir mit unserem Bewusstsein und unseren Sinnesorganen in der Lage sind, Dinge wahrzunehmen. Je nachdem, wie wir versuchen, die Dinge wahrzunehmen, durch welche Brille wir schauen bzw. welche Theorie wir bei unseren Untersuchungen im Hinterkopf haben, werden unsere Erkenntnisse ausfallen. Schauen wir mit einem materialistischen Weltbild auf unseren Körper, werden wir alle Vorgänge in ihm als biochemische, biomechanische und biophysikalische Vorgänge deuten. Dabei übersehen wir dann aber alles, was im Bewusstsein oder in der Psyche seinen Ursprung hat. Das ist auch ein wesentlicher Grund, warum es so viele chronische und angeblich unheilbare Krankheiten gibt. Weil die Ärzte und Heilpraktiker auch nicht das Ganze sehen, sondern immer nur aus ihrer (eingeschränkten) Perspektive auf das Symptom schauen.

A: Wenn ich dich richtig verstehe, dann sind also Bewusstsein und Materie nicht unabhängig voneinander. Sie gehören immer zusammen und bilden eine untrennbare Einheit?

M: Sie gehören nicht nur zusammen, sondern sie sind quasi dasselbe, nur unter einem anderen Blickwinkel angeschaut.

A: Aha, du meinst, das ist so wie beim Licht, von dem die Physiker sagen, es hat sowohl Eigenschaften von Materie als auch Eigenschaften von Energie, es ist sowohl Welle als auch Teilchen. Und das gleiche behauptest du für das Bewusstsein?

M: Ja. Ich behaupte, es gibt nicht nur zwei Zustände, Welle oder Teilchen, Energie oder Materie, sondern es gibt noch einen dritten und den nenne ich in der höher entwickelten Form Bewusstsein, in der geringer entwickelten Form Feld. Und das ist nichts ganz und gar Neues oder Eigenes, aber eine notwendige, dritte Betrachtungsweise. Erst wenn man diese mit einbezieht, kann man das Ganze verstehen. Wir gehen ja immer von dem aus, was wir kennen. Das Ganze hat sich von Anfang an immer verfeinert, das heißt, immer wieder Kontraktion und Expansion in Materie und Feld. Und dann die Verdichtung der Energie nochmal in der Materie, die ersten Zellen, da beginnt das Leben, die Höherentwicklung der Zellen bis hin zu den komplexen Organismen. Gleichzeitig auch die Verdichtung der Energie in den Feldern bis hin zum Bewusstsein – das ICH-Bewusstsein kommt da sehr sehr sehr sehr spät vor. Aber von da aus versuchen wir jetzt, das alles zu erfassen und zu beschreiben. Und dass uns dabei manchmal unsere eigenen Blockaden, unsere eigenen Wahrnehmungsverzerrungen Streiche spielen, macht es so verflixt schwierig. Man könnte sagen, die Brillen, die wir aufsetzen, die haben manchmal solche dicken Gläser und manchmal sind sie ganz schwarz und wir behaupten aber, wir sehen immer ganz genau alles so, wie es ist. Wir haben ein so stark vorgeprägtes Bewusstsein mit Überzeugungen davon, wie die Welt funktioniert und wo sie herkommt und wo wir herkommen, dass jeder seine eigene ICH-Geschichte sehr gut bearbeiten und klären muss, bis er oder sie ein wirkliches Verständnis für diese Zusammenhänge bekommt. Sind wir uns da ein bisschen kritisch einig, dass das nicht so leicht ist, aus der Position mit unseren ICH-Verzerrungen, das alles zu erfassen?

A: Ja, darüber sind wir uns ganz sicher einig.
Dann sind die kleinsten, unteilbaren Einheiten des Bewusstseins auch nur diese Energie-Fäden, diese Strings?

M: Ja, genau. Am Beispiel unseres menschlichen Körpers könntest du sagen: wir sind Energie, wir sind sowohl kontrahierte Energie, die wir als unsere Körpermasse wahrnehmen als auch expandierte Energie, die wir als unser Bewusstsein wahrnehmen. Alles ist ein und dasselbe, aber wir haben die Fähigkeit, sie in unterschiedlichen Erscheinungsformen wahrzunehmen und zu erleben.

A: Und dass wir das so schwer verstehen können, liegt daran, dass wir immer nur die Möglichkeit haben, entweder das Ganze zu sehen oder seine vielgestaltigen Ausdifferenzierungen zu sehen, aber nicht in der Lage sind, beides zu verbinden?

M: Ja. Wenn wir das Ganze betrachten, fehlen uns die Details, wenn wir die Details untersuchen, verlieren wir den Blick aufs Ganze.

A: Das scheint mir ähnlich zu sein wie bei dem Welle-Teilchen-Problem des Lichts. Wir können die Dinger immer nur als Welle oder Teilchen nachweisen, je nach Methode, die wir anwenden. Es ist also beides und doch nur eins. Ein Paradox. Wie bei Schrödingers Katze und der Heisenbergschen Unschärferelation.

M: Wir treffen das immer wieder. 🙂

A: Ich kenne das auch noch aus der Akustik, wo man Schallwellen analysiert und leider feststellen muss, dass man bei der Messung entweder die Dimension der Zeit oder die Dimension der Frequenz fein auflösen kann, aber nie beide gleichzeitig, weil Zeit und Frequenz einander bedingen – mathematisch würde man sagen, sie bilden eine reziproke Funktion, also das eine ist der Kehrwert vom Anderen.

M: Das trifft auch auf die Energie zu: Feld und Bewusstsein sind die Umkehrfunktion der Materie. Der Mathematiker würde sagen: expandierte Energie verhält sich reziprok zur kontrahierten Energie. Ich versuche es mal allgemeinverständlich zu erklären: Materie entsteht durch Kontraktion von Energie. Kontraktion bedeutet Zusammenziehen oder Verdichten. Expansion ist das Gegenteil davon, also Ausdehnung. Wenn irgendwo Verdichtung stattfindet, muss zwangsweise an anderer Stelle Ausdünnung passieren. Kontraktion und Expansion gehören auf diese Weise immer zusammen, sind untrennbar. Wenn du mit einem Magneten Eisenspäne anziehst oder wenn sich eine Gaswolke im Universum zu einem Planeten verdichtet, dann sind da, wo vorher viele Eisenspäne oder Gasmoleküle waren, plötzlich viel weniger Späne und Moleküle, weil sie zum Magneten oder zum Zentrum der Gaswolke gewandert sind, wo die einzelnen Teile jetzt dichter zusammengerückt sind.

A: Oder wenn ich auf einem Brett gleichmäßig viele Körner verteile und das Brett langsam anhebe, dann rutschen die Körner nach unten, das heißt, oben hat eine Ausdünnung stattgefunden und unten eine Verdichtung.

M: Genau. Verdichtung und Ausdünnung sind das Gleiche, sind untrennbar miteinander verbunden. Das kannst du übrigens auch als Folge einer Umverteilung betrachten, also eine Bewegung, was ja unsere zweite Grundfunktion der Energie ist. Also auch die drei Grundfunktionen sind eigentlich nur eine, die wir aber unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten. Sie enthalten sich gegenseitig, betonen aber andere Aspekte.

A: Du meinst, Pulsation ist auch Bewegung und Akkumulation ist auch Pulsation? Und wir benutzen einfach verschiedene Worte dafür, um einen ganz spezifischen Aspekt der Energie zu verdeutlichen?

M: Ja, wir benutzen immer nur einen Teilaspekt, um einen ganz bestimmten Sachverhalt zu beschreiben, sonst ist alles schon wieder so komplex oder nur noch eine Soße, dass wir es nicht mehr hinkriegen, das zu beschreiben.

A. Na, gut, das sehe ich ein. Also gehen wir sie mal durch, was sind denn diese spezifischen Aspekte jeder der drei Grundfunktionen der Energie?

M: Das Wesentliche an der Pulsation ist der Wechsel und die Gleichzeitigkeit von zwei gegensätzlichen Elementen oder Bewegungsrichtungen: hin und her, rauf und runter, Yin und Yang, Ausdehnen und Zusammenziehen, Expansion und Kontraktion. Das Wesentliche an der Bewegung ist die Veränderung in der räumlichen und zeitlichen Dimension. Und das Wesentliche bei der Akkumulation ist die Änderung der Quantität, also die Zunahme oder Abnahme von etwas, je nachdem, ob man gerade die Auf- oder Entladungsphase betrachtet.

A: Dann kann man Materie also sowohl mit der Pulsationsfunktion (und hier durch den Teil der Kontraktion der Energie) als auch durch die Akkumulationsfunktion beschreiben?

M: Ja. Wenn die Energie immer stärker kontrahiert, die Energieteilchen immer dichter zusammenrücken, wenn also immer mehr Ladung akkumuliert wird, dann erscheint uns die Energie irgendwann als Materie. Du kannst dir das auch so verdeutlichen: Luft ist weniger verdichtet als zum Beispiel Wasser. So wie die Dichte der Stoffe von Gasen über Flüssigkeiten bis hin zu festen Stoffen zunimmt, stellen die Stoffe auch eine immer stärker kontrahierte Form von Energie dar. Je weiter auseinander die einzelnen Energieteilchen liegen, umso weniger beeinflussen sie sich gegenseitig, sowohl in ihrer Masse als auch in ihrer Ladung. Ab einer bestimmten Dichte verbinden sich die Ladungen der Teilchen und bilden eine Masse. Diese Masse wird messbar und damit weisen sie die Eigenschaften von Materie auf.

A: Trotzdem ist es schwierig, sich vorzustellen, dass ein Eisenklotz eigentlich nur Energie ist.

M: Vielleicht fällt es dir leichter, das zu verstehen, wenn du auf ein Blatt Papier ein Muster aus schwarzen Punkten malst, ganz kleine Punkte, dicht an dicht. Schaust du aus der Nähe das Blatt an, siehst du jeden einzelnen Punkt, schaust du aus der Ferne auf das Blatt, siehst du nur eine graue Fläche. Da ist aber keine graue Fläche, da sind nur viele kleine einzelne schwarze Punkte.

A: Es ist also eine Frage unserer Wahrnehmungsorgane, wie fein die etwas auflösen können?

M: Genau. Wie beim Sehen ist das auch beim Fühlen und hören. Du kannst nicht so fein tasten, dass du durch einen Eisenklotz hindurchfassen und merken könntest, dass da nichts ist – nur Energie. Durch Wasser kannst du die Hand gleiten lassen, aber du spürst noch, dass es Wasser ist. Fährst du mit deiner Hand langsam durch Luft, spürst du nichts mehr. Ist Luft Materie? Als Gas gehört es wohl eindeutig dazu.

A: Eijeijei. Okay, also Materie ist kontrahierte Energie, aber wir kann ich mir expandierte Energie vorstellen? Du sprichst immer vom Feld und vom Bewusstsein.

M: Nun, die Physiker nennen sie Antimaterie, aber ich nenne es lieber Feld oder Information und in höheren Entwicklungsstufen Bewusstsein. Schon die ersten Einzeller hatten ein Feld, in dem sie Informationen abspeichern konnten. Oder anders ausgedrückt: sie waren angeschlossen an das eine große, allumfassende Feld des Universums, in dem sich alles gemerkt wird. Da ist alles drin, was jemals geschehen ist, existiert hat oder noch existiert oder je existieren wird. Die Inder nennen es die Akasha-Chronik, wir haben dafür heute die Cloud erfunden.

A: Welche Informationen konnten die Einzeller denn schon verarbeiten?

M: Also Amöben zum Beispiel merken sich, wenn du sie ärgerst. Gibst du ihr einen kleinen elektrischen Schlag, dann zuckt sie beim ersten Mal einfach nur zurück. Machst du das aber öfter, dann merkt sie sich das. Nach dem dritten oder vierten Mal kugelt sie sich ein und stirbt, als ob sie denken würde „hier lohnt es sich nicht zu leben, lieber sterbe ich“. Sie weiß natürlich nicht, dass du vielleicht auch wieder aufhören würdest, sie wieder und wieder mit Stromschlägen zu traktieren, so weit entwickelt ist sie noch nicht. Aber sie ist auch nicht so naiv, dass sie sich die Stromschläge ewig gefallen lassen würde. Sie „weiß“, dass sie das schon mal erlebt hat und dass es unangenehm war. Die Amöbe hat kein Hirn, kein ICH, kein Bewusstsein, aber sie hat ein Feld – und das Feld merkt sich das.

Zusammenfassend können wir sagen, wir kennen also drei (Grundtypen an) Erscheinungsformen von Energie:

  1. die Grundenergie, ich nenne sie auch gern Urmeer-Energie, andere nennen sie kosmische Energie, also eben die Energie in ihrer ursprünglichen Form, in der sie frei und in Bewegung ist.
  2. Materie, also Energie in kontrahierter bzw. verdichteter Form, die in Erstarrung ist.
  3. Felder/Information/Bewusstsein, also Energie in expandierter Form.

Man kann sich das im Prinzip wie die drei Aggregatzustände von Wasser vorstellen: als flüssiges Wasser, zu Eis erstarrtes Wasser und als Wasserdampf.

Es ist immer das Gleiche, es ist immer Wasser, nur in verschiedenen Erscheinungsformen. Immer der gleiche Stoff, aber in einem anderen Zustand mit jeweils anderen Eigenschaften und Fähigkeiten.

Das heißt, diese drei Sachen Energie, Materie und Feld bzw. Bewusstsein kannst du nicht mehr auseinandernehmen. Wenn du das eine erkennst und beschreibst, ist das andere genauso vorhanden. Du kannst nicht so oder so existieren. Weil es das Gleiche ist, kriegst du es immer nur im Pack. Das ist die Antwort auf „Was war eher da, Huhn oder Ei?“. Es geht nicht, dass eins schon da ist und das andere noch nicht. Das gibt es nur zusammen, in einem Stück. Weil diese Kraft, wenn sie A sagt, automatisch gleich B und C sagt. Sie kann gar nicht anders.

Die energetischen Grundfunktionen

Energie besitzt – unabhängig davon, ob es sich um Energie 0. Ordnung, 1. Ordnung, 2. oder 3. Ordnung handelt – im Wesentlichen drei Funktionen:

  • Pulsation
  • Bewegung
  • Akkumulation / Attraktion

Diese Grundfunktionen der Energie sind im Großen, im Kosmischen genauso am Wirken wie im Kleinen, in jeder Mikrobe und bei uns persönlich, in jedem einzelnen Menschen, in der unbelebten wie in der belebten Natur. Wenn du sie verstehen willst, kannst du sie dir überall ansehen. Du kannst dich selbst beim Atmen beobachten, einem Regenwurm zuschauen oder den Sonnenuntergang betrachten. Du wirst überall die gleichen Prinzipien wiederfinden. Es sind die Grundprinzipien des Lebens und jeglicher Entwicklung, sie eröffnen den Raum aller Möglichkeiten (und gleichzeitig begrenzen sie ihn auch).
Die Fähigkeit, die energetischen Grundfunktionen in Allem zu erkennen und zu verstehen, wird es dir erleichtern, die Prinzipien des Lebens und die Gesetze der Natur, nach denen sich alles entwickelt, zu verstehen und für dich zu nutzen. Nur ein Leben im Einklang mit ihnen kann ein gesundes und lebendiges Leben sein. Wer sich gegen die natürlichen Gesetzmäßigkeiten wendet, unterdrückt seine Lebendigkeit und wird krank.

Pulsation
Als Pulsation bezeichnen wir den ständigen Wechsel zwischen Ausdehnung (Expansion) und Zusammenziehen (Kontraktion). Dabei beschränkt sich Pulsation nicht auf Ausdehnung und Zusammenziehung, sondern tritt ebenso als Ausweitung und Einengung, Verdünnung und Verdichtung, (Zer-)Streuung und Konzentration, Ausschweifung und Fokussierung, Auflösung und Verbindung usw. in Erscheinung. Wir könnten die Liste der Gegensätze nahezu unendlich fortführen, denn Pulsation findet überall statt, im Großen wie im Kleinen. Das gesamte Universum und jede einzelne Zelle pulsieren und für viele dieser Vorgänge haben wir eigene Namen erfunden.
Häufig ignorieren wir die Pulsation, weshalb sie in den allermeisten Konzepten fehlt. Doch überall, wo wir Energie vorfinden, können wir auch deren Pulsation nachweisen. In allen Bereichen des Lebens ist die Pulsation am Wirken: auf der materiellen Ebene im Körper, auf der energetischen Ebene in der Psyche, auf der informationellen Ebene im Geist.
Beispiele für Pulsation auf der körperlichen Ebene sind: Atmung (Einatmen – Ausatmen), Herzschlag oder Muskelbewegungen. Aber nicht nur die belebte Materie pulsiert. Auch die Atome in einem Stück Eisen schwingen hin und her. Das mag für uns an der Oberfläche nicht so aussehen, doch wir sind inzwischen in der Lage, diese Schwingungen technisch nachzuweisen und zu messen.
Auf der energetischen Ebene der Psyche können wir uns emotional ausdehnen oder zurückziehen, kann Liebe aus uns herausströmen oder Angst die Kehle zuschnüren und uns erstarren lassen. Ebenso können wir unseren Blick, unsere Sichtweisen und unser Denken ausweiten oder einengen. Auch im Geist/Bewusstsein können wir uns auf Details konzentrieren oder das große Ganze sehen und wahrnehmen. Natürlich und lebendig ist es, immer wieder die Richtung zu wechseln und weder das eine noch das andere Extrem als richtig oder falsch bzw. besser oder schlechter zu beurteilen.
Gesunde Pulsation bedeutet, dass wir zwischen den zwei Polen einer Eigenschaft hin- und herschwingen – wie ein Pendel zwischen den Umkehrpunkten. Zum Leben gehört, dass wir die ganze Bandbreite erfahren, immer wieder neu, anstatt ein festes Ziel anzusteuern und uns dann dort einzurichten. Wo wir nur die positive Seite leben, ist die Pulsation gestört. Um lebendig zu bleiben, müssen wir auch die negative Seite in unser Leben integrieren und auf diese Weise natürliche Rhythmen und Zyklen in unserem Alltag zulassen.
Ein Beispiel aus dem Bereich Gesundheit: wir wollen alle immer gesund sein. Das führt dazu, dass wir selbst leichte Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Fieber ganz schnell mit Medikamenten unterdrücken, anstatt sie als das zu verstehen, was sie sind: Anzeichen dafür, dass wir zu sehr eine Seite einer Polarität gelebt haben und es höchste Zeit ist, in die andere Richtung zu steuern.
Wir können umdenken und lernen, beispielsweise Fieber als eine gesunde Reaktion unseres Körpers anzusehen, die etwa einmal im Jahr wie eine Art Großreinemachen oder Frühjahrsputz eine wichtige Maßnahme zur Gesunderhaltung ist. Wir wissen, dass es unangenehm, aber notwendig ist, regelmäßig unsere Wohnungen zu putzen, aufzuräumen und den Dreck hinauszuschaffen – ebenso können wir lernen, dass Kopfschmerzen, Übelkeit und ähnliche Symptome einfache, aber wichtige Säuberungs- bzw. Entgiftungsmaßnahmen des Körpers sind und akzeptieren, dass sie unangenehm sind.
In vielen Bereichen des Lebens haben wir Menschen Mittel und Wege gefunden, die uns das Leben einfacher, angenehmer, bequemer und komfortabler machen. Wir leben in gut beheizten Häusern, fahren mit dem Auto zur Arbeit, fliegen mit dem Flugzeug in den Urlaub, sitzen auf Stühlen an Tischen oder auf dem Sofa vor dem Fernseher und essen dazu Fertigprodukte aus der Fabrik. Wir leben nicht mehr unter natürlichen Bedingungen und könnten es ohne technische Hilfsmittel auch nicht. In den meisten Fällen haben wir nicht daran gedacht, was mit unserem Körper und unserer Psyche – geschweige denn unserem Geist – passiert, wenn wir uns über längere Zeiträume unnatürlichen Bedingungen aussetzen. Ein Immunsystem, das zu wenigen Reizen ausgesetzt ist, weil wir uns überwiegend in geschlossenen Räumen mit Wohlfühltemperatur aufhalten, wird ebenso in seiner Leistungsfähigkeit nachlassen wie ein Gehirn, dass andauernd von zu vielen Reizen überflutet wird. So wie wir unsere Muskeln regelmäßig bewegen müssen, damit sie sich nicht zurückbilden, müssen wir auch allen anderen Organ-, Hormon- und Funktionssystemen unseres Körpers immer wieder Anreize zur Regulation bieten und ihnen ausreichend Ruhe- und Erholungszeiten gönnen – sonst fahren sie nach und nach ihre Aktivität herunter oder stellen sie sogar ganz ein. Seitdem wir dies erkannt haben, versuchen wir, an anderer Stelle gegenzusteuern: Wir gehen ins Fitnessstudio oder joggen, um uns nach langer Zeit des Sitzens noch ein bisschen zu bewegen, wir gehen in die Sauna, um uns wieder an Hitze und Kälte zu gewöhnen und wir versuchen, uns gesund zu ernähren, indem wir vegetarisch oder vegan essen und Bioprodukte verwenden.
Das alles reicht aber nicht aus! Es gibt wesentlich mehr zu tun, um unsere Lebensweise zu renaturieren.
Nicht nur unserem Körper schadet eine gestörte Pulsation, sondern auch unserer Psyche und unserem Geist. Festgefahrene Überzeugungen, Denkweisen, Glaubenssätze, Einstellungen und Verhaltensweisen führen dazu, dass wir uns an einem Ort einrichten, dort verharren und erstarren. Dann wird es Zeit, dass wir uns davon lösen, unsere Denkmuster unter die Lupe nehmen und an der aktuellen Realität überprüfen. Das ist nicht leicht – nicht umsonst heißt es, der Mensch sei ein Gewohnheitstier – aber es ist möglich.

Bewegung / Umverteilung
Bewegung findet ebenfalls überall statt: die Planeten, Sonne, Mond und Sterne bewegen sich auf ihren Bahnen durchs Universum und auch wenn wir Menschen heutzutage viel sitzen, bewegt sich in uns noch so einiges, zum Beispiel strömen Atemluft, Blut und Lymphe durch unseren Körper, Nervenimpulse werden weitergeleitet, die Nahrung nimmt ihren Weg durch unseren Verdauungstrakt, aber auch Gedanken und Emotionen durchströmen uns.
Bewegung zeigt sich vor allem in Form von einfachem Strömen oder Fließen, was jedoch nicht geradlinig verläuft, sondern in Kurven. Durch immerwährende Wiederholung und leichte Variation der Kurven in ihrer Größe und Richtung entstehen typische Bewegungsmuster. Grundmuster von Bewegung sind Mäander, Wirbel, Spirale und Torus. Aus ihnen kann grundsätzlich jede Form entstehen bis hin zu hochkomplexen Fraktalen.
Das Ziel von Bewegung als energetische Grundfunktion ist die Umverteilung der Energie. Sie ermöglicht den Austausch und den Transport von Energie von einem Ort zum anderen. Energie kennt keinen Stillstand, sie ist immer unterwegs. Auch wenn viele Bewegungen so klein sind, dass wir sie gar nicht wahrnehmen können: Ohne die ständige Bewegung und Umverteilung der Energie wäre Veränderung und Entwicklung nicht möglich und damit auch kein Leben.
Schau dir zu, schau in die Natur, alles was du dort findest, lässt sich auf diese Grundformen zurückführen. Alles ist Ausdruck einer Energie, die pulsiert, strömt und akkumuliert. Hinter allem steckt die gleiche Energie. Alles ist nur das Eine, deshalb könnten wir es statt Energie auch Gott, göttliche Kräfte oder Tao, Brahman, Prana, Od usw. nennen.

Akkumulation / Attraktion
Zur Akkumulation gehören Aufladung und Entladung von Energie. Aufladung führt zu einem Anstieg der Energie, Entladung zu einer Absenkung bzw. Verringerung der Energie.
Organismen und Objekte mit höherer energetischer Ladung ziehen Energie von Objekten mit geringerer Ladung an. Dieses Phänomen bezeichnen wir als Attraktion oder – in einfachem Deutsch gesprochen – Anziehung.
Akkumulation und Attraktion finden gleichzeitig statt. Wir können uns das so vorstellen: Energie geht von Objekten mit geringerer Ladung zu Objekten höherer Ladung über (Attraktion) und wird dort angesammelt bzw. gespeichert (Akkumulation, Aufladung), bis diese Objekte einen Zustand erreichen, bei dem eine Änderung der Qualität der Energie stattfindet. Dabei und danach kann das Objekt mit der höheren energetischen Ladung auch wieder Energie an Objekte mit niedrigerer energetischer Ladung abgeben (Akkumulation, Entladung).

Ein Beispiel dafür ist die Gravitation. Das Gesetz der Gravitation besagt, dass größere Objekte (mit mehr Masse) kleinere Objekte (mit weniger Masse) anziehen. Deshalb wird Gravitation auch Schwerkraft genannt. Damit wird ausgedrückt, dass sich Körper aufgrund ihrer Masse anziehen. Der Körper mit der größeren Masse übt eine größere Kraft auf den Körper mit der kleineren Masse aus. Da wir Masse und Materie als eine Form von Energie ansehen (Materie ist Energie in Kontraktion), können wir auch sagen, dass sich Körper aufgrund ihrer Energie anziehen: Körper mit höherer energetischer Ladung üben eine stärkere Anziehung auf Körper mit geringerer energetischer Ladung aus als umgekehrt. Ein Beispiel: Nicht die Erde stürzt auf einen Kometen zu, sondern der Komet wird von der Erde angezogen und verglüht in ihrer Atmosphäre. Die Energie geht vom Körper mit der geringeren Ladung auf den mit der höheren Ladung über, sodass dieser noch mehr Energie sammeln bzw. akkumulieren kann. Gleichzeitig kann er Energie in anderer Form abgeben, sobald er den Punkt erreicht hat, an dem eine Umwandlung der Energie in eine andere Form stattfindet. Beispielsweise können wir sehen, dass die Sonne Energie in Form von elektromagnetischer Strahlung abgibt (=Entladung durch Abgabe von sichtbarem Licht sowie anderen Frequenzbereichen elektromagnetischer Strahlung, die wir nicht sehen können).

Im menschlichen Körper können wir Phänomene der Akkumulation erleben, wenn wir uns besonders stark und leistungsfähig oder schwach und erschöpft fühlen. Wir sagen ja auch, dass wir uns energiegeladen fühlen, wenn wir vor Tatendrang überquellen oder unsere Ideen nur so sprudeln. Ebenso kennen wir energielose Zustände von Erschöpfung und Niedergeschlagenheit. Was viele nicht wissen: wir sind diesen Zuständen nicht machtlos ausgeliefert, sondern können sie aktiv und bewusst steuern. Das heißt, wir können sie selbst herbeiführen. Die einfachste Methode, uns energetisch aufzuladen, besteht darin, ein paar Minuten tief einzuatmen. Damit die Energie dabei nicht in den Kopf geht und zu Schwindel und Unwohlsein führt, ist es ratsam, die tiefe Einatmung in einer Position mit mäßiger Muskelanspannung auszuführen. Dann fließt die Energie direkt in die Muskeln und wir spüren ein angenehmes Kribbeln und Fibrillieren in den Muskeln. Umgekehrt können wir uns durch tiefes Ausatmen auch energetisch entladen. Auch durch Wärme und Kälte können wir uns auf- und entladen.
Akkumulation und Attraktion finden ebenso wie Pulsation und Bewegung überall statt, also nicht nur auf der materiellen Ebene, sondern auch in Psyche und Geist.
Emotionale Aufladung geschieht beispielsweise, wenn wir uns über jemanden ärgern. Dann spüren wir in uns eine starke Energie, die sich am liebsten durch schreien und toben, schlagen und treten wieder entladen möchte.
Eine andere Form der Aufladung kennen wir als erotische Erregung. Diese findet ihre entsprechende Entladung im Orgasmus. Hier kommt auch wieder die Attraktion ins Spiel. Nur bestimmte Menschen lösen in uns erotische Erregung aus. In der Regel sind das solche Menschen, die Eigenschaften verkörpern, die wir selbst uns wünschen, aber nicht haben. Energetisch betrachtet, haben sie damit – zumindest in Teilbereichen – einen höheren Ladungszustand als wir selbst, was zu einer Anziehung führt.
Jeder kennt wohl das Phänomen, dass Menschen sich voneinander angezogen fühlen oder sich auf den Tod nicht ausstehen können. Woran liegt es, dass man einige Menschen besonders attraktiv oder sympathisch findet und andere gar nicht mag oder kaum wahrnimmt?
Mit großer Wahrscheinlichkeit liegt es daran, wie der Energiezustand der betreffenden Personen miteinander harmoniert. Wie Wellen im Wasser sich ausbreiten und dabei Berge und Täler bilden, können auch die energetischen Zustände von Personen Resonanzen (Berge) und Auslöschungen (Täler) der Energie hervorrufen. Wir können beobachten, dass einzelne Personen von anderen Personen Energie bekommen oder Energie abziehen. Wer Energie bekommt, fühlt sich meist gut aufgehoben, sicher, vertraut, wohl und erlebt das Zusammensein wahrscheinlich als leicht, natürlich und ungezwungen. Er kann sich in Gegenwart dieser Menschen energetisch aufladen. Umgekehrt empfindet man Menschen, die Energie ziehen als lästig, nervtötend oder einfach nur anstrengend. Nach einem Kontakt mit solchen Menschen ist man energetisch schwach, man hat sich entladen.
Ein Spezialfall sind Prominente und Stars, die von vielen Menschen bewundert werden. Diejenigen, die bewundert werden, bekommen mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung, eine Form von Energie und werden dadurch erst zu Stars. Diejenigen, die bewundern, geben viel Energie ab. Sie tun das ganz freiwillig, denn es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen von Energie. Jeder Fan eines Stars gibt nicht nur Energie ab (in Form von Bewunderung, Geld für Eintrittskarten, Autogramme, Merchandising-Artikel usw.), sondern er zieht daraus auch ein erhebliches Maß an Befriedigung und Bestätigung für sein ICH.

A: Was ist Akkumulation?
M: Es ist die Fähigkeit aufzuladen, um zu entladen.
A: Genauso wie bei Akkus, die man mit Strom immer wieder aufladen kann, um sie dann in der Fotokamera oder im mp3-Player wieder zu entladen?
M: Nein, anders. Also ja, aufladen und entladen ist schon im Prinzip das Gleiche, nur: um Akkus aufzuladen, brauchst du mehr Energie als nachher im Akku drin ist, weil der technische Ladungsprozess nicht optimal arbeitet und es Wärmeverluste gibt. In der Natur heißt Akkumulieren hingegen nicht, dass Energie verloren geht, sondern dass etwas hinzugewonnen wird.
Diese Fähigkeit des Akkumulierens treibt Physiker und andere Wissenschaftler übrigens zum Wahnsinn, denn sie widerlegt den 2. Hauptsatz der Thermodynamik ebenso wie das Gesetz der Entropie. Diese Lehrsätze besagen, dass Energie nur in eine Richtung umgewandelt werden kann, nämlich von höherer Ordnung zu niedrigerer Ordnung. Im zweiten Hauptsatz der Thermodynamik kommt nur das Entladen vor, das Verteilen der Ladung. Dass Ladung konzentriert und aufgebaut werden kann, kommt da nicht vor, das kennen die Physiker nicht.
A: Hm, das habe ich auch mal in der Schule gelernt. Hohe Energiezustände können sich nur verteilen oder zu geringeren Energiezuständen wechseln, aber nicht zu höheren Energiezuständen werden. Aber wieso behaupten die Wissenschaftler, dass der zweite Hauptsatz der Thermodynamik stimmt? Haben die sich geirrt?
M: Nein, sie beschränken sich bei ihren Betrachtungen auf die tote Materie. Da gelten diese Gesetze. Nicht aber bei der lebenden Materie. Außerdem: Da höhere Energiezustände ganz offensichtlich existieren, müssen sie ja irgendwie entstanden sein.
A: Welche Erklärung hast du dafür?
M: Nun, es muss eine Funktion geben, die es ermöglicht, dass höhere Energiezustände überhaupt erreicht werden. Und diese Funktion ist die Akkumulation.
A: Kannst du mir das an einem Beispiel erklären?
M: Nimm eine Eichel und pflanze sie in den Boden, dann wird daraus in einigen Jahren ein großer Baum, der über seine gesamte Lebenszeit – Eichen können 1000 Jahre alt werden – Millionen (!) neuer Früchte reifen lassen kann. Wenn das nur ein materieller Vorgang wäre, dann müsste ja da, wo die Eiche steht, ein Riesenloch sein. Da ist aber kein Loch, also wo hat der Baum das Material hergenommen? Er hat Wasser und Nährstoffe aus dem Boden gezogen, ja, aber was ist das gegen die Menge an Holz und Blättern und Früchten, die er daraus produziert hat?
A: Wenig. Also wie macht er das?
M: Er besitzt die Fähigkeit, Energie zu akkumulieren und in Materie umzusetzen.
A: Ja, genial. Einfach Wahnsinn!

Wie kann es sein, dass aus nur einem Grundelement mit drei Funktionen so viel Komplexität entsteht?

Nach einer ersten Pulsation ganz am Anfang, bei der Energie zu Materie kontrahierte und zum Feld expandierte, wirkte die Energie weiterhin auf Materie und Feld ein, sodass es zu weiteren Kontraktionen und Expansionen kam – und immer wieder kommt. Nicht zu vergessen die Bewegung und die Akkumulation, die auch weiterhin stattfinden. Das heißt, die gerade entstandene Materie pulsiert weiter, bewegt sich weiter und akkumuliert weiter. Genau das Gleiche passiert mit dem gerade entstandenen Feld. Es pulsiert, bewegt sich und akkumuliert.
Achtung: wenn Materie und Feld weiter pulsieren, heißt das nicht, dass die Materie nur weiter kontrahiert und das Feld nur weiter expandiert! Sondern die Materie kontrahiert und expandiert und das Feld kontrahiert und expandiert auch!
Deshalb entsteht in diesem ganzen Entwicklungsprozess nicht nur neue Materie und neue Felder, sondern auch neue Felder innerhalb der Materie und neue Materie innerhalb der Felder.
Weil alles von Energie durchdrungen und umgeben ist, finden fortwährend Wechselwirkungen statt. Die Wechselwirkungen lösen Veränderungen aus, so entsteht Neues. Dieser Prozess der Weiterentwicklung durch Veränderungen aufgrund energetischer Wechselwirkungen hört jedoch nicht auf. Seit Millionen von Jahren ist er im Gange und geht immer weiter. Durch die Vielzahl der Wechselwirkungen hat dieser Entwicklungsprozess inzwischen die hohe Komplexität erreicht, die wir heute sehen können.

Dabei ist die Materie, die ganz am Anfang – nennen wir sie mal Ur-Kontraktion – entstanden ist, ganz und gar nicht die gleiche Materie, die entsteht, wenn im zweiten Schritt das Feld kontrahiert. Und das Feld, das im ersten Schritt entstanden ist, ist auch nicht das gleiche, als wenn in späteren Schritten Materie expandiert. Das ist der Clou an der Sache: mit jeder weiteren Kontraktion und Expansion entstehen ganz andere Formen von Materie und Feld.
Das erklärt die scheinbar unendliche Vielfalt. Aus der Zahlentheorie wissen wir, wenn in einem Prozess in jedem Schritt eine Verdopplung stattfindet, dann steigt die Gesamtmenge exponentiell an: 1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128…. schon nach 100 Pulsationszyklen haben wir eine Menge von etwa 10 hoch 30!
Es mag in jedem Schritt nur eine kleine Veränderung geben, aber irgendwann erleben wir eine Veränderung, die uns gewaltig vorkommt. Am gewaltigsten erscheint uns in der Regel der Schritt von der toten Materie zur lebenden Zelle. Dieser Schritt ist unglaublich, da ist das Leben entstanden! Und irgendwann gab es auch einen gewaltigen Entwicklungssprung im Bereich der Felder: die Entstehung des Bewusstseins, d.h. die Fähigkeit zur Reflexion und Selbsterkenntnis!

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